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Start Sommerlager 2004 - Kandersteg

Sommerlager 2004 Kandersteg

Das Sommerlager 2004 stand unter dem Motto "Ab in die Berge" und wurde als Stammeslager veranstaltet. Schon im Voraus wurde viel über Platz im Herzen der Schweiz gemunkelt. "International" soll es dort zugehen. Tolle Aufnäher wie das "High Adventure" oder "Friendship"-Abzeichen soll man dort bekommen..
Angeregt durch diese Versprechen begann die Leiterrunde mit ihrer Planung schon lange vor dem eigentlichen Starttermin.

Blick über KanderstegDoch die Mühen solch ein großes Lager im Herzen des Kontinents zu veranstalten sollten sich auszahlen.Die Ankunft in dem von Alpinen Bergen umschlossen Kandersteg war atemberaubend. Für viele (inkl. dem Autor dieses Textes) war dies der erste Kontakt mit Bergen, umso größer war die Bewunderung für selbige.

Schnell begannen alle den (von Engländern bewunderten) Fücker-Bus zu entladen und die Zelte an einem entlegenen Ort des Zeltplatzes aufzubauen. Dafür wurden wir mit der Nähe zu einem schön saniertem Toilettenhäuschen entlohnt. Direkt neben unserem Platz verlief die "Autoverlade"-Bahnstrecke, die sonnenhungrige Touristen unter den Alpen hindurch samt ihrem Auto nach Italien brachte.

Kandersteg TownNachdem das Lager auf einer rekordverdächtig niedrigen Grundfläche aufgebaut war und die ersten Lagerbauten standen, konnte die Erkundung des Ortes und der Berge beginnen.
Kandersteg selber ist ein für Touristen idyllisch, sehr aufgeräumt und sauber gehaltener Ort. Manch einer mag sich hier schon fast wie bei Disney gefühlt haben, so schön war es dort. Und auch hier bildeten die Berge im Hintergrund stets einen wunderschönes Postkartenmotiv, egal wo man sich befand.
Zu großen Teilen war dieser Eindruck sicherlich auf das mitunter traumhafte Wetter zurückzuführen. Solch schönes Wetter mit durchgängigem Sonnenschein lässt ein jedes Lager mit einem positiven Eindruck beginnen. Das schöne Wetter musste selbstverständlich sofort genutzt werden, wer wusste denn schon wie lange es noch so bleiben würde. 

ChristianDen wohl größten Eindruck auf alle Teilnehmer haben sicherlich die zahlreichen Wanderungen und Übernachtungen auf Berghütten ausgeübt.
Ein wichtiger Punkt hierbei war sicherlich der Oechinensee, ein Bergsee oberhalb von Kandersteg, an dem viele Wanderungen vorbeiführten. Doch schon der Aufstieg zu diesen klaren Wassern brachte den ein oder anderen an seine Leistungsgrenzen, weshalb wohl niemand regelmäßige Rasten abgelehnt hat.

Julian ganz erschöpft auf einer WanderungGerade weil die Wanderungen kräftezehrend waren, so waren sie doch für jeden eine interessante Erfahrung. Selten gingen alle so an ihre Leistungsgrenzen heran, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Denn die rettende Berghütte musste stets zum Abend hin erreicht werden. Und mit diesem gemeinsamen Ziel im Auge wurden die Wanderungen noch schöner, auch wenn viele dies erst im Nachhinein erkannten und während sie den Berg hinaufkrackselten sich wohl lieber zurück in die flachen Ebenen des Niederrheins zurückgewünscht hätten.

Doch stets erreichten alle die vorgenommenen Ziele. Das diese nicht zu hoch lagen war den Leitern wichtig, weshalb einige Etappenziele verschoben werden mussten. Denn Sicherheit, körperliche Unversehrtheit und Spaß waren das, was den Leitern auf diesen anstrengenden Wanderungen wichtig war. Die Reflektionen nach diesen anstrengenden Aktionen gaben ihnen Recht: Jeder war stolz auf sich, es wieder zurück ins Lager geschafft zu haben.

Wasser um die Zelte herumleiten

Die Erfahrung sagt: "Einmal im Lager wirds regnen". Und das tat es auch... reichlich! Durch eine leichte Hanglage unseres Platzes bildeten sich schöne Flüsse aus Regenwasser, welche sich ihren Weg durch unser Lager hinunter zum Fluss suchten. In verzweifelten Rettungsaktionen wurde versucht dieser Wassermassen Herr zu werden und diese durch geschickten Rinnenbau um die Zelte herum zu leiten. Hier fiel auch der in unserem Stamm legendär gewordene Spruch "Habt ihr auch Wasser im Zelt stehen?" - "Nönö, das fließt nur durch." 
Eine weitere Erfahrung sagt aber auch "Irgendwann muss es aufhören zu regnen", weshalb wir diesen Schauer mit Humor und als eine willkommene Abwechslung sahen.

Zusammenfassend lässt sich sicherlich sagen, dass dies eines der besten und schönsten Lager für viele bisher war. Jeder hat für sich selber ein ganz eigenes Bild dieses Sommerlagers mit all seinen schönen Momenten im Kopf. Und diese sind so zahlreich, dass sie sich hier kaum alle niederschreiben lassen. Dieses Lager ist eines, über das noch lange geredet wird. Und wer weiß... vielleicht geht es ja für die Pfadfinder irgendwann wieder zurück in die Schweiz.

 

 

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